Wutrede – Ich möchte mal wissen

Hier stellt Erwin Pelzig ein paar Fragen, die wir alle gerne beantwortet haben möchten.

Ein neuer Zeitgenosse ist dabei, Formen anzunehmen. Der Wutbürger! Er/sie ist ein Angehöriger des Mittelstandes, der „mit der bürgerlichen Tradition“ gebrochen und der Politik die Gefolgschaft aufgekündigt habe. Positiver formuliert, wohl ein Mensch, der sich enttäuscht Neuem zuwendet.

2012 wird das Jahr der Wutbürger, denn die Wut der Menschen ist groß. Die Unmut äußert sich allenthalben. Mittlerweile haben es viele verstanden, dass unser einst hochgelobtes Sozialsystem nicht mehr dazu da ist, Geld-mittel von reich nach arm zu verschieben, sondern dass hemmungslos in die Taschen aller, vor allem den armen, gegriffen wird, um ein irrwitziges Finanzsystem und eine enthemmte Wirtschaft am Leben zu erhalten.

Es ist an der Zeit dieser Wut nicht nur Raum in den Medien zu geben, sondern diese Wut in konstruktive Kanäle zu lenken, hin, etwas Neues zu schaffen.

Der Protest ist längst in der Mitte angekommen, durch die geringe Unterstützung der etablierten Medien verläuft er aber schaumgebremst. Aber allein die Auftritte beliebter Politkabarettisten wie Roland Düringer oder Erwin Pelzig weisen auf eine latente Unzufriedenheit hin. Hier die schönsten Kabarettauftritte mit den besten Aussagen. Erwin Pelzig hielt am 27.09.2011 eine fast legendäre Wutrede mit vielen bitterbösen und wahren Fragen
Erwin Pelzig – Wutrede
Die besten Fragen kurz aufgeschrieben zum Selberbeantworten:

Warum haben die Banken keine Verpflichtung für das Allgemeinwohl? laut Chef von Goldman Sachs Deutschland (aber die Allgemeinheit hat sehr wohl eine Verpflichtung gegenüber den Banken zu zeigen!).
Was ist aus den 4.000 Mrd. Dollar an Ausgaben gegen den Terrorismus nach dem 11.09. geworden, wer hat die eingenommen?
Warum nimmt man das Geld den vielen ab, die nichts haben und nicht jenen wenigen, die viel haben?
Warum muss eine Demokratie marktkonform sein? oder wäre ein demokratiekonformer Markt besser?
Warum gibt es im dt. Fernsehen nicht eine Sendung für Millionen Burnout-Gefährdeter   oder Raucher, statt dessen eine Dauerbeschallung mit Aktienkursen für eine Minderheit an Aktienbesitzern?
Warum kann die Börse meine Existenz gefährden, obwohl ich keine Aktien habe?
Was ist der Unterschied zwischen einem jugendlichen Plünderer und den Gewinnzielen der Deutschen Bank?

Erwin Pelzig, so viele Fragen und so wenig Antworten 27.09.2011

Roland Düringer – Wir sind wütend!

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